Panorama-Test mit Microsoft Photosynth App auf iPhone 4
Zuerst war ich begeistert. Die App macht was sie soll – und das ganz Redmond-Untypisch vollautomatisch und ohne bohrende Geek-Fragen zu stellen. Einfach die kostenlose App aus dem App-Store laden und nach dem Start auf den Bildschirm tippen. Schwenken wird erkannt und es werden von selbst Bilder hinzugefügt wenn weniger als die Hälfte überlappt. Sogar die Bewegungsrichtung ist dank der iPhone-Sensoren klar. Sehr simpel und sicher in der Anwendung.
Die Panoramas sehen auf dem iPhone auch gleich sehr gut aus. Haarig wird es erst, wenn man nicht eine flache .jpg-Version haben möchte, sondern sich sozusagen im Panorama bewegen will. Dazu braucht man bekanntlich einen Player – hier nicht per Adobe Flash, sondern per Microsoft Silverlight gelöst. Um also das Panorama einzubinden bedarf es erst eines Uploads zu http://photosynth.com und eines Accounts dort. Über den Einbettungs-Code (embedd) kann es jetzt auf der eigenen Seite angezeigt werden – per iFrame (die WordPress beim Umschalten auf visuellen Editor natürlich entfernt, aber das nur am Rande.):
Hier zeigen sich aber die Schwächen der Lösung: Die Übergänge sind nicht immer sauber und teilweise ist ein grauer Schleier über bestimmten Passagen. Sieht ein bisschen verwaschen aus, als hätte man hastig etwas wegradiert – passiert aber wohl wenn dunkle Passagen aufgehellt werden.
Abschließend noch: Ich habe auch tolle Panoramen gesehen – vielleicht werden mit etwas Übung die Bilder besser. Für den schnellen Rundblick ist das eine Tolle App – für Profi-Panoramen führt immer noch kein Weg am Stativ und Profikamera vorbei. Passend dazu gibt für Windows-User auch eine Lösung für eigene Fotos – das konnte ich mangels Windows noch nicht testen – freue mich aber über Kommentare und tolle Panoramen!
In diesem Sinne,
Ihr Günther A. Biebl


